Der Einschub der neuen Brücke in Oderberg ist abgeschlossen (28.09.2026)
Ein besonderer Moment in Oderberg: Der Einschub der neuen Brücke
Am 28. und 29. September 2026 konnten wir in Oderberg ein außergewöhnliches Bauereignis aus nächster Nähe verfolgen: den Einschub der neuen Brücke über die Havel-Oder-Wasserstraße.
Von unserem historischen Seitenraddampfer RIESA aus bot sich unseren Besucherinnen und Besuchern eine besondere Perspektive auf die Arbeiten. Wir freuen uns, dass wir diesen wichtigen Moment der Stadtgeschichte mit unserem Museumsschiff begleiten konnten.
50 Meter Stahl – präzise an seinen Platz bewegt
Der rund 50 Meter lange Stahlüberbau wurde am 29. September erfolgreich in seine vorgesehene Position eingeschoben. Der technisch anspruchsvolle Vorgang erforderte präzise Planung und das Zusammenspiel verschiedener Hilfskonstruktionen.
Zunächst wurde die Stahlkonstruktion quer bewegt, bevor sie längs über die Havel-Oder-Wasserstraße an ihren endgültigen Standort verschoben wurde. Ein Ponton mit Stützgerüst auf dem Wasser sowie weitere technische Hilfskonstruktionen unterstützten den Einschub.
Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Arbeiten wurde ein wichtiger Meilenstein beim Neubau der Oderberger Brücke erreicht.
Eine neue Brücke für Oderberg
Die neue Brücke ist Teil der Bundesstraße B 158 und ersetzt das bisherige Bauwerk aus dem Jahr 1958. Die Erneuerung ist ein bedeutendes Infrastrukturprojekt für Oderberg und die Region.
Auftraggeber ist der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg. Ausgeführt werden die Bauarbeiten von der ARGE Brücke Oderberg, bestehend aus Budimex Bau GmbH und Budimex SA.
Nach dem erfolgreichen Einschub gehen die Arbeiten weiter. Der Stahlüberbau wird in seine endgültige Lage abgesenkt. Außerdem werden die Arbeiten an den Widerlagern fortgesetzt, Betonarbeiten ausgeführt und weitere Bauteile fertiggestellt. Anschließend folgen unter anderem der Korrosionsschutz und die erforderlichen Abschlussarbeiten. Auch die Behelfsbrücke wird nach Abschluss der entsprechenden Bauphasen zurückgebaut.
Die Freigabe der neuen Brücke für den Verkehr ist nach aktuellem Stand für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen.
Die RIESA als besonderer Aussichtspunkt
Für unser Binnenschifffahrts-Museum war der Brückeneinschub ein ganz besonderes Ereignis. An beiden Tagen öffneten wir unseren historischen Seitenraddampfer RIESA als außergewöhnlichen Aussichtspunkt für Besucherinnen und Besucher.
Von Bord aus ließ sich das Geschehen aus einer Perspektive verfolgen, die einen besonderen Blick auf die Dimensionen und die technischen Herausforderungen des Brückenbaus ermöglichte.
Der Zugang zur RIESA erfolgte auf Spendenbasis. Die Einnahmen kommen der geplanten Restaurierung unseres Museumsschiffes zugute.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern, die dieses Ereignis mit uns erlebt und mit ihrer Spende den Erhalt der RIESA unterstützt haben.
Wir freuen uns, diesen besonderen Moment mit unseren Fotografien zu dokumentieren und mit allen Interessierten zu teilen.
Ein Ereignis, das in Erinnerung bleibt