Archäologische Schmuckstücke auf Brandenburgs längster Erdgastrasse
Archäologische Schmuckstücke auf Brandenburgs längster Erdgastrasse
OPAL-Leitung ermöglicht einzigartigen Blick unter die Erdoberfläche
Im Herbst 2011 soll sie in Betrieb genommen werden: Die OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung) wird nach ihrer Fertigstellung russisches Erdgas von Lubmin an der Ostsee bis in die Tschechische Republik transportieren und quert dabei Brandenburg auf 270 Kilometern von Norden nach Süden. Die Wälder, Wiesen und Felder, die die Trasse auf ihrem langen Weg kreuzt, lagen nicht immer so einsam und unbewohnt wie heute. Zahlreiche archäologische Fundstücke zeugen von der Anwesenheit des Menschen in prähistorischer und historischer Zeit. Um die Zeugnisse unserer Vergangenheit zu bergen, haben seit August 2007 Archäologen des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege die Leitungstrasse untersucht – mit Erfolg. Auf rund 270 Fundstellen wurden 20.516 archäologische Befunde zu Tage gefördert. Die Ausgrabungen lieferten nicht nur viele interessante Funde, sondern erlauben auch neue Einblicke in die Kulturgeschichte Brandenburgs. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich dabei über beinahe 10.000 Jahre.
Das Binnenschifffahrtsmuseum Oderberg möchte Sie einladen, in zwei Gastvorträgen die OPAL und die Archäologischen Schmuckstücke entlang dieser Trasse zu entdecken. Michael Höhlschen, zuständiger Trasseningenieur der Firma WINGAS für den brandenburgischen Abschnitt, stellt in seinem reich bebildertem Vortrag Europas längstes Bauprojekt vor. Er geht neben technischen Details auch auf einzelne Bauschritte und die Dimension des Gesamtprojekts ein. Im Anschluss referiert Frau Dr. Sabine Eickhoff vom Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege über die spektakulären Funde, die in Brandenburg im Vorfeld der Bauarbeiten gemacht worden. Sie wird hierbei im Besonderen auf die Fundplätze im Landkreis Barnim eingehen.
Ort: Binnenschifffahrts- Museum Oderberg, Hermann-Seidel-Straße 44,
16248 Oderberg
Zeit: 30. März 2011, 17 Uhr
Kosten: Eintritt frei (um eine kleine Spende für den Museumsverein wird gebeten)
Ansprechpartner bei Rückfragen: Anke Marquardt, Tel: 033369 470 oder 033369 539321

