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Geo-Tag mit Ferienkinder im Museumspark

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Toteissee in Plasteschüssel – ein eisiges Experiment

 

Ferienkinder aus Oderberg und der Umgebung erwartete am Dienstag, 09. August 2011, ein ganz besonderes Vormittagsprogramm auf dem Museumsschiff Riesa des Binnenschifffahrtsmuseums Oderberg.

Nachdem die Kinder am Montag eine Vorführung im Korbflechten bekommen hatten und sich anschließend selbst ausprobieren konnten, stand am Dienstag eine Zeitreise auf dem Ferienprogramm. Eine Reise zurück in die letzte Eiszeit vor rund 20.000 Jahren.

Diplom-Geologin Reikja Priemuth vom Nationalen GeoPark Eiszeitland am Oderrand war mit einer Kiste voll interessanter Steine gekommen und hatte obendrein das ein oder andere erstaunliche Experiment im Gepäck. Für den anschaulichen Versuch zur Entstehung eines Toteissees genügten ihr einfachste Zutaten wie eine Plastikschüssel, ein Eiswürfel und ein Eimer mit Sand. Für die Erläuterungen zu Zungenbecken- und Rinnenseen kam eine handvoll Knete zum Einsatz. Die Kinder waren neugierig und begeistert bei der Sache. Und was sich erst alles in dem schlichten, silbernen Aluminiumkoffer verbarg! Ein faustgroßer Bernstein, uralte, versteinerte Tiere und ein Gipskristall in Tannenbaumform. Zu jedem Stück wusste Frau Reikja Priemuth etwas zu berichten. Doch was war denn das? Ein kleines Quarzkorn namens Quarzimo in einem Granit begann schließlich den Kindern seine Geschichte zu erzählen. Von seiner Geburt in einer Magmakammer tief unten in der Erde, seiner langen Reise im kalten Bauch des Gletschers von seiner Heimat in Skandinavien bis nach Brandenburg und wie es und seine Freunde allmählich zu einem Eimer Sand zerfallen. Während Quarzimo seine Geschichte erzählte, stellten die Kinder sein Leben unter Anleitung von Frau Priemuth nach. Und Quarzimo träumt davon, als Sandkorn durch die Luft zu fliegen und schließlich mit anderen Körnern zu einem Sandstein zu werden. Die Kinder lernten so auf spielerische Art und Weise, dass das Werden und Vergehen eines Gesteins ein ständiger Kreislauf ist. Viel Spaß verbreiteten auch die Blätter mit verschienenen Eiszeittieren zum Ausmalen. Zum Schluss staunten die Kinder über einen Stein, der so viel Eisen enthält, dass er einen Magneten anzieht. Dass das tatsächlich so ist, durfte jedes einmal selbst ausprobieren. Geologie zum Anfassen, Ausmalen, Entdecken und Staunen. Ein rundum gelungener Vormittag!