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Museum ganz oben

Quelle:              Eberswalder Blitz

Schönes Museum mit finanziellen Problemen

Verschönerungskur: Im Binnenschifffahrtsmuseum in Oderberg hat sich in den Wintermonaten einiges verändert

Artikel vom: 01.03.2013
Schon die Außenansicht zeigt, im Binnenschiffahrtsmuseum in Oderberg hat sich etwas getan. Der DDRSchriftzug „Museum“ musste weichen, ein neuer Farbanstrich ziert die Fassade. Die neue moderne Außenansicht soll sich auch im Inneren des Museums fortsetzen. Die Winterpause haben die fünf Museumsmitarbeiter genutzt, um das Technikmuseum neu zu ordnen. Die oberste Etage widmet sich jetzt ausschließlich der Oderberger Stadtgeschichte - von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1231 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Auf dieser Etage wurde in den vergangenen Monaten bei laufendem Museumsbetrieb das meiste verändert. Eine Gipswand wurde rausgenommen, ein Durchgang gebaut und die Decke angehoben. Nun wirken die Räume heller und größer. Die Umbauarbeiten kosteten insgesamt 275.000 Euro, wobei zwei Drittel gefördert wurden, informiert das Amt Britz-Chorin- Oderberg. Inhaltlich setzt das Oderberger Museum jetzt insgesamt auf weniger, aber dafür ausgewählte Exponate, damit will man sich auf das Wesentliche konzentrieren, erklärt Anke Marquardt. In der mittleren und unteren Etage geht es um die Geschichte der Binnenschifffahrt, dem Herzstück des Museums. Denn der Förderverein, der seit fünf Jahren das Museum betreibt, war in den letzten fünf Jahren vor allem bestrebt, aus dem einstigen Heimatmuseum ein Technikmuseum zu machen. Erst vor kurzem wurde eine Kooperation mit dem polnischen Nationalmuseum geschlossen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Wanderausstellungen zu konzipieren. Weiterhin arbeiten die Vereinsmitglieder am Aufbau eines Bereiches zum Thema Hochwasser, der sich speziell an Kinder richtet. Im vergangenen Jahr besuchten 5500 Gäste das Museum, obwohl umgebaut wurde, sagt Anke Marquart. „Alle zeigten viel Verständnis.“ Sorge bereitet der Museumsmitarbeiterin ein ganz anderes Problem. Denn zum Frühjahr hin laufen drei der fünf Mitarbeiterstellen aus, meist geförderte Finanzierungsprojekte. „Wir sind auf der Suche nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten. Wir brauchen die Mitarbeiter, denn das Museum hat täglich geöffnet, das kann nicht allein durch Ehrenamtliche gestemmt werden“, so Marquardt. Seit fünf Jahren betreibt der Förderverein, der aus etwa 60 Mitgliedern besteht, das Museum. Zwei Mitarbeiter sind fest angestellt, die drei anderen wurden anfänglich über Kommunalkombistellen fi nanziert, danach über einjährige Finanzierungsmodelle. „Jetzt, wo das Haus schön ist, bekommen wir die fi nanziellen Probleme. Finanzielle Hilfe vom Amt ist nicht in Sicht“, sagt die Museumsmitarbeiterin. Im Amt kennt man die Probleme aus Oderberg. „Wir fi nden es ebenfalls bedauerlich, dass Jahr für Jahr nach einer neuen Finanzierung gesucht werden muss. Das kann kein Dauerzustand sein“, sagt Ulrich Hehenkamp, der Direktor des Amtes Britz- Chorin-Oderberg. Seinen Aussagen nach sind im Amt jedoch keine Mittel vorhanden, um eine Stelle im Museum zu fi nanzieren. Der Amtsdirektor betont, dass er selbst bei allen Treffen zum Museum dabei ist, um zu helfen, wo er kann. „Mir liegt Oderberg am Herzen. Und das Museum ist nicht nur als Museum bedeutsam, sondern auch wichtiger Anlaufpunkt für die Touristen“, sagt der Amtsdirektor. Doch mehr als bei der Fördermittelakquise zu helfen, kann das Amt derzeit nicht leisten. Zu sehen im BLITZ TV.
Quelle:              Eberswalder Blitz

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