Ein spannendes Jahr beginnt...
Wie beginne ich nur diese Vorstellung? Diese Frage beschäftigt mich nun schon länger, als es mir lieb ist. Ich denke, ich bleibe hier thematisch dem Museum treu und versuche es ganz seemännisch mit:
Ahoi!
Mein Name ist Philipp Herb und ich bin nun seit dem 01. September der neue FSJler hier im Oderberger Museum. Ich komme ursprünglich aus Randberlin, meine Wurzeln liegen aber im dörflichen Brandenburg, gegen das Oderberg noch als Großstadt durchgeht.
Was ich schon relativ früh sagen kann, ist wohl, dass ich offensichtlich in große Fußstapfen trete - Lena scheint ja einen nachhaltigen (positiven!) Eindruck im Ort hinterlassen zu haben. Na ja, ich werde mir Mühe geben!
Bis vor Kurzem habe ich vier Semester lang Geschichte und Germanistik in Potsdam studiert. Im Nachhinein war meine Wahl nicht unbedingt erfolgreich – vor allem wegen mangelnder Zukunftsperspektiven -, doch in diesen Bereichen liegen nach wie vor meine absoluten Leidenschaften.
Dementsprechend war es relativ klar, dass mich mein Weg auch in Zukunft in den Kulturbereich führt. Als ich von der Möglichkeit erfahren habe, ein Jahr Berufserfahrung über ein FSJ im Museum absolvieren zu können, wusste ich, dass dies das Richtige für mich war.
Zunächst hatte ich zugegebenermaßen etwas Schwierigkeiten, mir vorzustellen, mit der Thematik der Binnenschifffahrt warm zu werden. Bisher hatte ich zu diesem Bereich null Berührungspunkte, da ich eher aus einer Eisenbahnerfamilie stamme.
Glücklicherweise wurde ich positiv überrascht. Insbesondere der enge Bezug zur Schifffahrt der Region haben es mir angetan; seit jeher ist brandenburgische Geschichte, vor allem der Neuzeit, mein bevorzugtes Gebiet der Geschichte.
Obwohl ich erst in der zweiten Woche bin, durfte ich dennoch schon in die facettenreiche Museumsarbeit reinschnuppern – und auch, wenn das Geld manchmal knapp ist, merkt man gerade hier schnell, dass das Museum vielen Menschen eine Herzensangelegenheit ist.
Es ist natürlich ein noch größerer Vorteil, dass Oderberg eine so vielfältige und lange Stadtgeschichte aufweisen kann. Der Bärenkasten, an dem sich die Schweden die Zähne ausbissen, die Wikinger, die ja immerhin auch mal vorbeigekommen sein sollen – all das sind Punkte, die den Aufenthalt hier vermutlich sehr angenehm gestalten werden.
Auch das Team und die Menschen, die ich bisher antreffen konnte, haben mich gut aufgenommen, sodass Anlaufschwierigkeiten so gut wie ausgeschlossen sind. Mich freut besonders, dass man direkt als Teil der „Mannschaft“, um mal in der Schiffssprache zu bleiben, angenommen wird, ohne sein Dasein ewig als Matrose fristen zu müssen.
Besonderen Dank auch nochmal an Herrn Hintze, der mir schnell und unproblematisch zu einer Bleibe verholfen hat.

