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5. Pilzberatung im Museumspark

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Zum fünften Mal fand im Museumspark eine Pilzberatung mit Frau Hannelore Kretke statt.

Freienwalderin bestimmt Pilze

5. Pilzberatung im Park des Binnenschifffahrts-Museums Oderberg

Oderberg (ku) Rund 30 Interessierte, darunter auch zwölf Kinder aus der Kita "Am Albrechtsberg" aus der Kleinstadt waren zur  5. Pilzberatung in den Park des Binnenschifffahrts-Museums Oderberg  gekommen. Hannelore Kretke, Pilzsachverständige aus Bad  Freienwalde, beantwortete geduldig alle Fragen und bestimmte auch die mitgebrachten Pilze. Zahlreiche Hinweisblätter über die Pilzarten, die die Fachfrau mitgebracht hatte und von den Besuchern mitgenommen werden konnten, sorgten ebenfalls für Klarheit in einzelnen Fragen. Kretke ist seit 18 Jahren  Pilzsachverständige.  Auch die Verpflegung während der Beratungszeit war durch Museumsmitarbeiter gesichert: Es gab schmackhafte  Kürbissuppe.
"Warum sollte man den Grünling nicht sammeln?" war eine von vielen Fragen.  Hinsichtlich der Giftigkeit des Grünlings, er kommt Ende September bis November besonders in Kiefernwäldern vor,  warnt sie zur Vorsicht. Erkrankungen nach dem Genuss von größeren Mengen Grünlingen traten 1992 bis 2000 in Frankreich, später auch in Polen auf.  24 bis 72 Stunden nach dem Verzehr kam es zu Müdigkeit, Muskelschwäche  und Muskelschmerzen, später Beinsteifigkeit bis hin zum Schwitzen ohne Fieber. Über die Giftigkeit des Grünlings bleiben aber immer noch einige Fragen offen. So sollen besonders ältere Menschen ihn  nicht essen, bei  jüngeren sind die Symptome weit aus schwächer, verriet die Pilzsachverständige. Warum das so sei, wisse man noch nicht, verriet Kretke.  Bis zur endgültigen Klärung seien weitere Untersuchungen erforderlich.  Der  Brandenburgische Landesverbandes der Pilzsachverständigen, dem auch Hannelore Kretke angehört, empfiehlt daher, den Grünling bis zur endgültigen Klärung erst einmal vom Speiseplan zu streichen.
Die sechs bis neunjährigen Mädchen und Jungen aus dem Oderberger Kinderhort "Am Albrechtsberg" kamen mit ihrer Erzieherin Annette Stähr und brachten einen Korb Pilze mit. Hannelore Kretke bestimmte die einzelnen Pilze und erzählte kleine Geschichten dazu.

BU: Hannelore Kretke bestimmt Pilze, die Kinder aus dem Hort "Am Albrechtsberg" gesammelt hatten.                                                                                                                                                        

Quelle: Der Blitz, Ausgabe Oderland, 4./5. Oktober 2014

Foto: Udo Kalms