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Infotour "Sehenswertes entlang der alten Oder"

 

Info -Tour in und um Oderberg

 

Am 04.11.2009 organisierten die Mitarbeiter des Binnenschifffahrtsmuseums Oderberg eine Info - Tour durch die nähere Umgebung. Die WITO lud die Gäste ein und wir stellten eine schöne interessante Tour zusammen. Die Idee war, kleine Perlen rauszufischen und den Touristikern bekannt zu machen. Das Schiffshebewerk Niederfinow und das Kloster Chorin kennt jeder, aber die vielen kleinen touristischen Attraktionen in unserer näheren Umgebung sind vielen nicht bewusst oder bekannt. Das wollten wir mit dieser Tagestour ändern, und vielleicht ergibt sich ja daraus eine tiefe Zusammenarbeit mit dem Einen oder Anderen.

Um  8.30 Uhr begrüßten wir alle Gäste und die Führung durch unser Museum begann, wir trennten die Besucher in zwei Grüppchen.

An diesem Infotag hatten wir ein straffes Programm

Um 9.00 Uhr ging es mit dem Reisebus zum OT Bralitz, ODERTOURS bietet hier ein Abenteuercamp ab 2010 an. Hier kann man eine Floßfahrt in Richtung Bad - Freienwalde durchführen. Dort sehen sie eine idyllische und  abwechslungsreiche Flusslandschaft. Sie sehen Eisvögel, Biberburgen und vieles Interessantes mehr. Das Floß ist behindertengerecht. Man kann hier viel erleben und es lohnt sich dieses neue touristische Angebot kennen zu lernen.

Dann ging es weiter nach  Schiffmühle ins Fontane Haus. Dort wurden wir von Herr Henkel begrüßt und geführt. Louis Fontane, der Vater von Theodor Fontane, hat da seine letzten Lebensjahre verbracht und sein Sohn besuchte ihn ein zweimal im Jahr. Das Museum wird von einem Förderverein geleitet und es ist sehr liebevoll eingerichtet. Sie werden sich dort sehr wohl fühlen.

Unsere Reise ging weiter zum OT Altglietzen zur Firma GOLEM  die eine Ringofen Ziegelei ist. Dort hatten wir  bei Herrn Nürnberg eine Führung angemeldet. Auch hier teilten wir uns in zwei Gruppen auf, denn zwei ehemalige Mitarbeiter erzählten uns viel über den Hoffmannschen Ringofen  und wie schwer die Arbeit früher war Keramik und Ziegelsteine herzustellen. Wie oft kommt man dort vorbei, wenn man nach Polen fährt. Es lohnt sich auch mal anzuhalten um einen Besichtigungstermin mit dem Verein auszumachen.

Danach ging es mit dem Bus wieder in Richtung Oderberg zum „ Bärenkasten".

Die Geschichte der Festungsruine  wurde von Herrn Ivers erläutert.

Anschließend waren wir mit unserem Pfarrer Dr. Bindemann in unserer schönen Stüler Kirche verabredet. Wir trauten unseren Augen nicht, denn es fing ganz schön an zu schneien.

Vor der Kirche liegt eine Metallplatte auf der Erde, worauf der Grundriss der Kirche zu sehen ist. Die Kirche ist innen wunderschön restauriert und verbirgt viele Geheimnisse aus ihrer Geschichte. Vielen Dank an Herr Dr. Bindemann, der uns ihre Geheimnisse erzählt hat.

Ein tolles Mittagessen gab es im „Schwarzen Adler" bei Familie Mark für uns 38 Personen.

Dann ging es frisch gestärkt zum Naturfreundehaus „EISGUSTE", wo uns Herr Goier empfing. Er berichtete viel über sein Haus und den Angeboten für Schulklassen, Wasserwanderer und Radtouristen.

Unser stellvertretender Bürgermeister und Förster Herr Krüger war jetzt auch unser Gast.

Er erzählte viel über unsere schöne Landschaft in Oderberg und die Wehrkirche in Neuendorf, wo er auch Mitglied im Förderverein ist.

Ja wir hatten viel vor an diesem Tag und darum ging es gleich weiter über Lunow nach Stolzenhagen. Dort waren wir bei Frau Fuchs, die eine Eselsfarm betreibt, angemeldet.

Sehr originell, wie viele dachten. Kaum aus dem Bus ausgestiegen, kamen uns auch schon die ersten Esel entgegen. Nein, nein liebe Leser keine Zweibeinigen sondern echte Packesel.

Es ist toll was man dort alles machen kann. Frau Fuchs holt zum Beispiel Gäste vom Choriner Bahnhof ab und bringt sie zu Fuß zum Ökodorf Brodowin. Die Kinder dürfen auf den Eseln reiten, ansonsten befördern sie das Gepäck.

Anschließend fuhren wir zum „Geologischen Garten" in Stolzenhagen wo wir mit Herr Albrecht verabredet waren. Er berichtete uns über die Angebote im Geogarten und erläuterte uns das Modell des Eisgletschers. Hier haben wir bei schönstem Winterwetter Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Außergewöhnlich, aber so sind wir eben.

Danach ging es schon wieder weiter nach Lüdersdorf zu Mathias Rhode in sein Vorlaubenhaus „Löwinghus", welches unter Denkmalschutz steht. Hier wollten wir gar nicht mehr weg, denn es war so gemütlich, fast romantisch und einfach sehr angenehm.

Herr Rohde ist Maler und Graphiker von Beruf. Er berichtete über seine Arbeit und Vorhaben am Vorlaubenhaus. Hier gab es soviel zusehen und interessantes zuhören. Gerne wären wir länger geblieben, aber die Zeit drängte und wir sind zum nächsten Termin zu Petras Reiterhof.

Dort wartete Petrs Behrendt schon auf uns. Es war schon fast dunkel und die Pferde waren schon im Stall. Hier erfuhren wir , dass Reiten was für behinderte Menschen ist. Die Nähe und Wärme der Tiere überträgt sich auf den Menschen und undenkbare Sachen kann man hier erleben. Zum Beispiel dass ein Kind monatelang kein einziges Wort sprach und wieder anfing zu erzählen. Wir standen alle wie angewachsen im Schnee und hörten uns die Erlebnisse an und waren beeindruckt.

Danach ging unsere Info - Tour zurück nach Oderberg zum Ausgangspunkt unserer Fahrt.

Wir möchten uns noch mal für die finanzielle Unterstützung bei der WITO und bei allen Beteiligten der Wissenstour bedanken.

Nicht zu vergessen ein großes Dankeschön dem Busunternehmen Schorfheidetouren, Inhaber Wutskowsky und dem Busfahrer Herr Herbst für die unfallfreie Fahrt bei überraschendem Schneefall.

Es war ein schöner erlebnisreicher, aber auch anstrengender Tag für alle Beteiligten.

Wir wollen die vielen kleinen Perlen in unserer Umgebung hiermit bekannter machen.

Und wenn jede touristische Einrichtung das seinen Gästen weiter empfiehlt, haben wir alle etwas davon.

 

 

 

Angelika Gauert

Museumsmitarbeiterin Oderberg